Motorrahmen bei Betten Struve

Was ist ein Motorrahmen?

Ein Lattenrost mit Motor? Dafür bin ich noch zu jung… Von Sinn und Unsinn von Motorrahmen in modernen Schlafsystemen.

Bei einem Motorrahmen werden ein oder mehrere Elektromotoren an einen Lattenrost (Unterfederung/Untermatratze/Polsterrahmen = im weiteren „Rahmen“ genannt) geschraubt. Der Rahmen wird in die zu verstellenden Segmente eingeteilt, zum Beispiel „Rücken“ oder „Unterschenkel/Oberschenkel“. Für jede dieser Einstellungen benötigt man einen Motor. Dieser ist meist an eine bewegliche Stange geknüpft, mit deren Hilfe das entsprechende Rahmensegment verstellt wird. Ober- und Unterschenkel werden fast immer als zwei einzelne Segmente gebaut, um den sogenannten „Knieknick“ nachempfinden zu können. Das bedeutet, dass beim Hochfahren des Fußmotors der Rahmen an der Position des natürlichen Kniegelenks parallel zum Knie ebenfalls einknickt und die natürliche Gelenkbewegung damit ermöglicht.

 
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Verstellung des Motorrahmens

Da für jede Verstellung ein eigener Motor benötigt wird, gibt es für viele gewünschte Anpassungsmöglichkeiten entsprechende Optionen. Die Standardausführung ist ein 2-motoriger Rahmen mit Einstellungsmöglichkeiten für den Rücken und den Fußbereich mit Knieknick. Darüber hinaus gibt es auch 3-motorige Rahmen, mit denen man entweder den Kopf einzeln steuern kann oder den Unterschenkel unabhängig vom Oberschenkel. Natürlich gibt es auch 4-motorige Rahmen, die beide Optionen vereinen. Spezieller wird es, wenn ein 5., 6. oder 7. Motor hinzukommt. Diese weiteren Motoren sorgen zum Beispiel dafür, dass sich beim Hochfahren des Rückenelements der gesamte Rahmen waagerecht ans Kopfende vom Bett verschiebt, um dichter an die Nachttischlampe und den Nachttisch zu rücken.
Die Motoren werden über eine Fernbedienung gesteuert. Bei einfachen Modellen handelt es sich um kabelgebundene Fernbedienungen, bei hochwertigeren Modellen um Funkfernbedienungen.

Die Steuerung des Motorrahmens

Funkfernbedienung und Kabelfernbedienung

Bis vor wenigen Jahren basierten die Funkfernbedienungen auf Infrarot, was häufig zu Problemen führte, da eine Infrarotverbindung ein sogenanntes „Auge“ braucht, welches die Signale der Fernbedienung empfängt. Meist liegen diese Augen lose an einem Kabel unter dem Bett. Verrutscht eines dieser Augen (z.B. durch Saugen unterm Bett), empfängt der Motor kein Signal mehr. Dann heißt es leider: raus aus dem Bett und „Auge“ suchen – unter dem zumindest nicht mehr staubigen Bett. Aber auch in der gemütlichen Bettenbranche gibt es Innovationen und so wurde für dieses Problem inzwischen Abhilfe geschaffen. Anstelle des Sendens von Licht setzen sich seit einigen Jahren Funkfernbedienungen auf Radiofrequenz immer mehr durch. (Nein, das Signal können Sie nicht in Ihrem Radio hören.) Der große Vorteil ist, dass kein „Auge“ mehr notwendig ist und die Fernbedienung in jede beliebige Richtung gehalten werden kann. Bei einer Kabelfernbedienung wiederum kann es oben beschriebene Schwierigkeiten gar nicht geben, denn sie funktioniert immer, solange das Kabel mit der Steuerung verbunden ist. Doch haben Kabelfernbedienungen in der Regel die geringste Ausstattung – sie verfügen meist nur über die direkte Steuerung der einzelnen Motoren und über sonst keinerlei Zusatznutzen. Bei Funkfernbedienungen werden je nach Hersteller immer mehr Funktionen eingebaut.

Wireless oder gar per Smartphone?

Mittlerweile gibt es auch die ersten Smartphone-Steuerungen für Motorrahmen. Mit der entsprechenden App kann man im eigenen WLAN von überall seinen Motorrahmen hoch- und herunterfahren, das Heizkissen anschalten oder den Partner ärgern … Eine häufige und sehr sinnvolle ist die Memory-Funktion. Diese sorgt dafür, dass man mehrere Sitzpositionen einspeichern kann. Somit muss man nicht immer zwei bis vier Motoren einzeln einstellen, wenn man lesen möchte. Stattdessen drückt man einfach auf die entsprechende Zahl und der Rahmen fährt in die gewünschte Position – wie bei einem Autositz mit Speicherfunktion. Weitere Funktionen können eine LED-Taschenlampe sein, die Steuerung einer Steckdose, um z.B. ein Licht an- und auszuschalten, oder das Ein- und Ausschalten eines Heizkissens.

Was kann ein Motorrahmen noch?

Die meisten Motorrahmen, vor allem die besseren, haben heute eine sogenannte Stromfreischaltung. Wenn man die Tasten der Fernbedienung nicht drückt, ist auch kein Strom im Motorrahmen. Dieser wird von der Stromfreischaltung im Stecker, auch wenn er in der Steckdose steckt, abgeschaltet.
Der Hintergrund dieser Neuerung ist, dass man vermeidet, auf einem elektromagnetischen Feld zu schlafen. Auch wenn es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber gibt, ob solch ein Feld schädlich ist, bauen heute alle seriösen Hersteller Stromfreischaltungen ein. Ein weiteres sinnvolles Ausstattungsmerkmal ist eine Notstromabsenkung, die meist über ein oder zwei 9V-Blocks betrieben wird. Sollte man einen Stromausfall erleiden, während der Motorrahmen hochgefahren ist, kann der Rahmen mithilfe der 9V Blocks zumindest einmal komplett heruntergefahren werden, um wieder gerade schlafen zu können.

Wozu ein Motorrahmen?

Im Bett lesen, fernsehen und besser schlafen.

Ein Motorrahmen hat zwei grundsätzliche Einsatzbereiche. Zum einen: Komfort. Lesen, Fernsehen oder mit einem Tablet/Laptop im Bett zu arbeiten bekommt mit einem Motorrahmen eine ganz neue Bequemlichkeit. Durch die sehr individuelle und gemütliche Position ist es möglich, lange und entspannt im Bett zu sitzen. Des Weiteren kann man den Rahmen aus dem Bett heraus verstellen. Man muss also nicht extra aus dem warmen Bett steigen und im Kalten den Rahmen verstellen, wie es bei manuell verstellbaren Lattenrosten der Fall ist. Wenn man müde ist, kann man einfach das Licht ausmachen und den Rahmen herunterfahren. Das funktioniert im Regelfall über einen Knopf, den man schnell auch ohne Licht findet. Es ist geradezu königlich.

Gesundheitliche Vorteile von Motorrahmen

Zum anderen kann der Motorrahmen durch seine stufenlose Verstellbarkeit auch im Schlaf helfen. Bei Venenproblemen in den Beinen kann das Fußteil etwas hochgefahren werden, was für einen besseren Blutrückfluss Richtung Herz sorgt. Wer leichte Schwierigkeiten mit der Magensäure hat, kann das Rückenteil etwas hochfahren, um die Magensäure im Zaum zu halten. Auch eine leichte Anpassung der Knie kann für Erleichterung in der Lendenwirbelsäule sorgen. Gerade bei Frauen kann die leichte Anhebung der Knie und somit der Oberschenkelknochen zu einer Entlastung im Beckenknochen und so zur Entlastung der Lendenwirbel führen. Und zu guter Letzt ist ein Motorrahmen ein wahrer Luxus, wenn man mal so richtig krank ist. Wenn das Rückenteil bei einer Erkältung hochgestellt werden kann, kann das für eine deutliche Entlastung der Nasenneben- und Stirnhöhlen und damit insgesamt für Erleichterung sorgen.

Fazit zum Motorrahmen

Man kann natürlich auch ohne Motorrahmen gut schlafen, doch die Vielfalt und die Einsatzmöglichkeiten heutiger motorischer Unterfederungen lassen aus einem normalen Bett wahre Wohlfühl-Oasen werden. Lesen, fernsehen, das Tablet nutzen oder einfach nur die Beine hochlegen – mit einem Motorrahmen machen Sie mehr aus Ihrem Schlafzimmer. Es ist der privateste und intimste Bereich in Ihrem Leben – hier tanken Sie die Kraft für jeden neuen Tag. Nutzen Sie diesen Rückzugsort voll aus!

Im Prinzip ist ein Motorrahmen ein Lattenrost. Dazu erfahren Sie auf unserer Homepage viele wissenswerte Details und es gibt sogar einen kleinen Film, der die Funktionalität und Verstellbarkeit dieses Lattenrostes / Motorrahmens illustriert. Viele weitere Informationen rund um guten Schlaf und Gesundheitstipps finden Sie auf der Nachtmanufaktur, dem Portal mit allen Informationen, die gute Nächte noch schöner machen.