Feder Detailansicht

Daunendecke erklärt – erster Teil

Warum schwitzen oder frieren Enten nicht?

Die Feder ist die multifunktionale „Bekleidung“ eines jeden gefiederten Tieres. Die immer gut eingefetteten Federn sind ein perfekter Regen- und Wasserschutz beim Schwimmen, die langen großen Federn an den Flügeln ermöglichen zudem das Fliegen. Für uns Menschen ist das Wärmen nicht so einfach: Wir benötigen warme Kleidung am Tage oder kuschelige Daunendecken in der Nacht.

Federn und Daunen – die Klimaanlage der Vögel

Eine ganz wichtige Funktion ist auch die Temperaturregelung des Tieres, allerdings nur mithilfe der Daunen. Jede einzelne Feder kann „herausgedrückt“ oder dicht an den Körper „herangezogen“ werden. Die darunter liegenden Daunen können sich dann ausdehnen (aufplustern), ein Luftpolster bilden und den Vogel wärmen. Oder sie werden flach an den Körpern herangezogen, bilden kein Luftpolster und wärmen nicht. Entscheidend ist die Fähigkeit der extrem filigranen Daunen, eine sehr hohe Anzahl an kleinsten Luftpoltstern zu bilden. Denn bei wärmendem Schutz geht es darum, dass die eigene Wärme, die abgegeben wird, möglichst lange in Körpernähe gehalten wird. Bei Eisbären z.B. sind die Haare des Fells innen hohl – die Luft in den Haaren kann daher nicht entweichen. Auf diese Weise ist die isolierende Wirkung des Fells noch größer. Das Eisbärenfell zählt zu den wärmsten Fellen, die es auf der Erde gibt.

 
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Moderne Kunstfasern

In den 60er-Jahren sind sehr viele Kunstfasern auf den Markt gekommen. Markennamen wie Dralon und Thinsulate sind heute weit verbreitet. Die Bergbaufirma 3M zum Beispiel hat sich die Daune als Vorbild genommen und versucht, deren positive Eigenschaften zu kopieren. Sie wollte eine Faser schaffen, die leicht und zusätzlich einfach zu trocknen ist. Die Daune galt bis dahin als die beste und wärmste Füllung für die Bekleidung der Bergleute. Ein Problem war allerdings: Wenn die Daunen nass wurden, war der Schutz verschwunden. Thinsulate ist eine von vielen modernen Fasern. Die meisten dieser heutigen Hightech-Fasern stammen im Wesentlichen aus den 60er-Jahren. Eine schnelle Wäsche und Trocknung steht bei ihnen im Vordergrund. Die besondere, trockene Wärme einer Daune erreichen diese Fasern allerdings nicht.

Zurück zur Ente und zur Daunendecke

Die Ente kann dank ihrer Daunen und Federn bei Frost ganz entspannt auf dem Teich schwimmen und sich wohlfühlen. Auch im Sommer muss sie sich nicht in den Schatten begeben, sondern kann sich in die Sonne legen.

Daunen und Federn sind ein wunderbares Geschenk der Natur, aus denen herrliche Kissen und Bettdecken gefertigt werden. So können wir, dank Enten und Gänsen, gemütlich und natürlich schlafen.